Warum wir Emerging Markets lieben!

Eines der aufregendsten Ereignisse in der weltweiten Einzelhandelsindustrie ist der Wandel von traditionellen Formaten zu modernen Einzelhandelsketten. Lebensmittel-Formate jeglicher Art, Unterhaltungselektronik-Geschäfte, Drogeriemärkte, etc. – sie alle existieren in irgendeiner Form in jedem Markt der Welt. In den sogenannten „unentwickelten“ Märkten sind diese in den Händen tausender unabhängiger Unternehmen, die zwar noch nicht sehr ausgereift sind, aber meistens vor dem Wandel eine recht hohe Profitabilität aufweisen.

Wenn diese kleinen unabhängigen Unternehmen mit den modernen Eindringlingen am Markt konfrontiert sind, verlieren sie Kunden, danach sehr schnell Profitabilität und schlussendlich verschwinden sie ganz vom Markt. Es sind aber nicht immer Formate aus dem Ausland, die diese Veränderung auslösen. In Russland beispielsweise ist noch immer rund 50% des Lebensmitteleinzelhandels in den Händen kleiner Familienbetriebe, in Italien ist diese Zahl sogar noch höher, dort bilden diese Geschäfte das größte Segment des Lebensmitteleinzelhandels-Sektors. Es sind oft lokal gewachsene nationale Ketten, die den Wandel vom alten Einzelhandels-Stil zu modernen Ketten am erfolgreichsten meistern.

Die Erklärung warum ist einfach – das Management dieser Unternehmen versteht die Kunden und deren Bedürfnisse viel besser als Einzelhändler aus dem Ausland. Wenn Sie beispielsweise einen Amerikaner bitten, einen spanischen Wein, einen Schweizer Käse oder eine italienische Pizza zu bewerten, ist dieser natürlich durch seine eigene Erziehung beeinflusst und wird wahrscheinlich nicht die richtige Auswahl treffen, für alle, außer sein Heimatland. Wenn dies so simpel klingt, was ist sonst die Erklärung dafür, dass nur ein paar Lebensmitteleinzelhändler über ihre Grenzen hinaus erfolgreich sind?

Zusätzlich zu den Angebots-Schwierigkeiten, gibt es auch noch das Problem, die Arbeitskultur zu verstehen. Paul Foley erinnert sich, als er 2006-2007 ein Management Team von 50 Griechen in Großbritannien trainiert hat: „Sie waren durch die Unterschiede in den Arbeitsmethoden so schockiert, dass mindestens 50% der Zeit in den ersten sechs Monaten für Erklärungen verwendet wurde, was nie notwendig gewesen wäre, wenn man die gleiche Tätigkeit mit Einheimischen versucht hätte! Es war keine Frage von richtig oder falsch, der Arbeitsmarkt war einfach kulturell unterschiedlich!“.

Dann gibt es noch die Einkaufskultur, entstanden aus dem Handelsrecht, den Ernährungsnormen und lokaler Tradition. Wenn ein ausländisches Unternehmen mit anderen Ideen kommt, dann ändern die Verbraucher nur langsam ihre Gewohnheiten, wenn eine lokale Kette bereits ihre Erwartungen erfüllt und jene Vorteile bietet, die eine Kette gegenüber einem unabhängigen Unternehmen hat.

Esselunga in Italien, Mercadona in Spanien oder Magnit in Russland verstehen ihren Markt so viel besser, als es Carrefour oder Auchan in diesen Ländern außerhalb Frankreichs tun. Carrefour oder Auchan sind aber keine schlechten Unternehmer oder unerfolgreich außerhalb von Frankreich, sie können jedoch nicht wirklich an das Leistungsniveau der lokal gewachsenen, gut geführten Unternehmen herankommen.

FRC ist darauf spezialisiert, lokale Unternehmen bei der Erlangung nationaler Bedeutung zu unterstützen. Wir liefern Geschäftsprozesse auf Spitzenniveau und beraten wachsende Unternehmen in Schwellenländern, gleichzeitig haben wir aber die Erfahrung in diesen Märkten, die notwendig ist, um an erster Stelle die Verbrauchererwartungen zu verstehen! Wir lieben alle rosa Bereiche der Weltkarte!

Erfahren Sie mehr über unsere Einzelhandels-Expertise und kontaktieren Sie uns für eine kostenlose erste Beratung.